Wasserstoff-Mobilität ist zur Erreichung der Klimaschutzziele dringend erforderlich, erklärt die CDU-Fraktion

Enzkreis. Wasserstoff-Mobilität ist zur Erreichung der Klimaschutzziele dringend erforderlich, erklärt die CDU-Fraktion im Kreistag und fordert, auch der Enzkreis solle sich engagieren. Dies entspräche zudem dem Inhalt seines Leitbildes. In einem Antrag schlägt sie vier Punkte zum Einstieg vor.

Der Kreistag solle, so Fraktionsvorsitzender Günter Bächle (Mühlacker) in einer Mitteilung, die Verwaltung beauftragen zu prüfen, ob der Enzkreis selbst oder andere auf seine Anregungen hin das Programm des Bundes: Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie 2016 bis 2026 nutzen kann - das ressortübergreifende Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellen-technologie (NIP) soll zum einen die Kontinuität für Forschung und Entwicklung sichern, zum anderen adressiert es die für eine Marktaktivierung notwendige Unterstützung erster Produkte wie Ladestationen.

Zudem soll unter Einbindung des Energie-Beratungszentrums (ebz) erhoben werden, so die Fraktion, welche weiteren Rahmenbedingungen für die finanzielle Förderung der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-technologie gegeben sind. Zudem sei zu klären, welche Flächen im Enzkreis zur potentiellen Nutzung regenerativer Energiequellen zur Verfügung stehen, insbesondere ob Flächen entlang der Autobahn nutzbar wären, um „grünen Wasserstoff“ herzustellen. Die Christdemokraten schlagen vor, zum Einstieg in dieses Thema einen Referenten einzuladen, zum Beispiel Dr. Geert Tjarks von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

In der Begründung zu dem Antrag, den CDU-Kreisrat Michael Sengle (Keltern) initiierte, heißt es, das Thema Wasserstoff gewinne bundesweit an Aufmerksamkeit und sei inzwischen in vielen gerade norddeutschen Bundesländern von den dortigen Ministerpräsidenten zur Chefsache erklärt worden. Da in diesen Bundesländern der Einsatz regenerativer Energieträger regelmäßig ins „Leere“ laufe, müssten zum Beispiel trotz günstigster Windverhältnisse Windräder zeitweise abgeschaltet werden. Deshalb, so Sengle, soll dort durch die Umwandlung überschüssiger elektrischer Energie, welche beispielsweise aus Windkraft gewonnen wurde, diese zur elektrolytischen Wasserspaltung in Wasserstoff und Sauerstoff verwendet werden, so dass sie als chemisch gebundene Energie im Wasserstoff gespeichert, bevorratet und transportiert werden kann. „Dann steht diese Energie bereit, wenn sie zum Beispiel im „Nachtschatten“ benötigt wird“, so Kurt Ebel (Remchingen), umweltpolitischer Sprecher der Fraktion.
Den Gasnetzen könne bereits heute schon mehr als zehn Prozent Wasserstoff zugesetzt werden; ein Transport auf diesem Weg in andere Bundesländer sei somit derzeit bereits möglich.
Wasserstoff als Energieträger rückt für das Zukunftsthema Mobilität gerade auch für die Autoindustrie, den Schwerverkehr, Bus und Bahn, Schiffe und Flugzeuge in den Fokus der Betrachtung, schreibt Fraktionsvorsitzender Günter Bächle in der Begründung zum Antrag.

Der Enzkreis als zum dritten Mal in Folge zertifizierter Träger des EEA sollte nach Meinung der CDU bei diesem ökologischen Leuchtturmprojekt der Umsetzung der Wasserstofftechnologie eine Vorreiterrolle übernehmen und Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Infrastruktur "aufs Gleis setzen" und fördern. Hilfreich sei in diesem Zusammenhang das Regierungsprogramm des Bundes zu Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie 2016 bis 2026.

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