OB Peter Boch: In einem ersten Schritt solle dort der Auftrag für die nötigen Voruntersuchungen einfließen - Antrag der CDU-Fraktionen im Kreistag und im Gemeinderat von Pforzheim für eine Machbarkeitsstudie zum Bau einer Stadtbahn von Ittersbach über Pforzheim und das Heckengäu bis in den Kreis Böblingen

Der gemeinsame Antrag der CDU-Fraktionen im Kreistag und im Gemeinderat von Pforzheim für eine Machbarkeitsstudie zum Bau einer Stadtbahn von Ittersbach über Pforzheim und das Heckengäu bis in den Kreis Böblingen sei auf Grund der „Corona-Pause“ bisher noch nicht im Werksausschuss des Gemeinderates behandelt worden, antwortete Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Günter Bächle (Mühlacker). Parallel dazu habe sich aber bereits der Eigenbetrieb Pforzheimer Bäder- und Verkehrsbetrieb (EPVB) der Sache angenommen. Dieser habe sich mit dem beim Enzkreis zuständigen Amt für Nachhaltige Mobilität darüber verständigt, das Projekt „Stadtbahn“ in den Nahverkehrsplan aufzunehmen.

Daher wird, so Boch, die Stadtbahn auch auf der Agenda des gemeinsamen Workshops des Umwelt- und Verkehrsausschusses des Kreistags und des Werkeausschusses des Gemeinderats am Mittwoch, 15. Juli stehen. In diesem Workshop würden die für den Nahverkehrsplan angemeldeten Projekte durch die Teilnehmer dann priorisiert. „Daher wäre es natürlich wünschenswert, wenn möglichst viele Kreis- und Stadträte daran teilnehmen würden“, so der OB. Schließlich werde auf dieser Grundlage dann der Nahverkehrsplan abschließend erstellt, um anschließend durch Kreistag und Gemeinderat verabschiedet zu werden, was voraussichtlich noch Ende des Jahres geschehen solle.

Der Enzkreis hat dem CDU-Antrag auf eine Machbarkeitsstudie im Frühjahr zugestimmt unter der Maßgabe, dass die Stadt Pforzheim ebenfalls so beschließt. „Sonst macht das Projekt keinen Sinn“, so Bächle in einer Mitteilung der Kreistagsfraktion.

„Wir wollen eine Stadtbahn als Zukunftsprojekt, die nachhaltig, klimaschonend, aber auch ökologisch sinnvoll ist“, sagte der CDU-Fraktionschef im Enzkreis-Kreistag, nachdem er im November 2019 einen entsprechenden Antrag bei Landrat Bastian Rosenau eingereicht hatte. Die Rede ist von einer neuen Bahntrasse, die den westlichen Enzkreis mit dem südöstlichen Teil verbindet, Pforzheim kreuzt und damit eine Versorgungslücke schließt. Mit im Boot des Leuchtturmprojekts, von dem Kreisrat Michael Sengle aus Keltern spricht, ist deshalb auch die CDU in Pforzheim. Für diese spricht Fraktionsvorsitzende Marianne Engeser von einem „aktuell offenen Zeitfenster“, angesichts des Stellenwerts der Klimadiskussion. „Wir wollen mithelfen bei einem neuen Mobilitätsverhalten“, so Engeser.

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